Tierklinik Oldenburg Tel:0441 - 74 0 74
Notfall-Tel:0171 - 8465373 Sprechzeiten Mo - Sa10.00 - 12.00
Mo - Fr16.00 - 18.00
Und nach Vereinbarung
Notfälle durchgehend
Terminvereinbarung Mo - Fr08.00 - 10.00
 15.30 - 16.00
Und nach Vereinbarung

Unsere Kleintierklinik wurde am 11. Januar 2012 40 Jahre alt.


Die Eröffnungsanzeige aus der örtlichen Zeitung

Dr. Klaus-Peter Vick war nach seinem Tiermedizin Studium in Hannover und Wien zunächst für ein dreiviertel Jahr in einer Großtierpraxis in Schleswig-Holstein. Es bestand aber immer der Wunsch, sich in der Kleintiermedizin zu spezialisieren. So ging Dr. Vick als Assistent in die Kleintierklinik Dres. Schmidtke (Präsident der Kleintiermediziner) nach Karlsruhe. Dann wechselte er an die Veterinärmedizinische Fakultät der Ludwig- Maximilians Universität in München. Dort war er wissenschaftlicher Assistent in der Klinik für Innere Tiermedizin und später in der Chirurgischen Klinik für Kleintiere.
Frau Heide Vick, geb. Dannemann hatte in Oldenburg das Studium zur medizinisch- technischen Assistentin absolviert, war in verschiedenen Instituten , im Röntgen und Labor, zuletzt auch in der Chirurgischen Tierklinik in München tätig.
Um diese Zeit 60er/70er Jahre gab es in Oldenburg und Umgebung vor allem Tierarztpraxen, die sich mit Großtieren (Rindern, Schafen, Ziegen, Schweinen, Pferden und Geflügel) beschäftigten. Ein wichtiger Faktor war auch immer die Tätigkeit auf dem Schlachthof zur Überwachung der Lebensmittelherstellung. Kleintiere wurden meist nur so „nebenbei““, wenn überhaupt, behandelt.
Alle Kleintiersachen, alle Überweisungen und intensivere Abklärungen wurden aus Oldenburg nach Bremen in die dort schon bestehenden drei Kleintierpraxen geschickt.
Dr.Vick und seine Frau Heide planten die Eröffnung ihrer Tierarztpraxis und „Kleintierklinik Oldenburg“ für den 11. Januar 1972 am Damm 10, in dem Mehrfamilienhaus, dem Eltern-haus der Mutter von Dr. V.

Die erste potentielle Kundin klingelte wenige Tage vor der Eröffnung an der Tür und fragte: ob Dr. V. denn wohl auf den Schlachthöfen arbeiten würde. Er antwortete: „ Nein! Ich behandle nur Kleintiere.“ Die Antwort: „Gut, dann kann ich ja mit meinem Hund zu Ihnen kommen!“
Die neugegründete Kleintierklinik hatte am Eröffnungstag bereits 17 Kunden / Patienten. Ein „Ansturm“, der gar nicht erwartet worden war, denn man wusste auch noch gar nicht wo etwas stand.
Dr.V. und Frau V. führten die Praxis mit einer bisher nicht ausgebildeten Helferin ganz alleine. Die junge Familie mit zwei kleinen Kindern gab es ja auch noch. Telefonisch waren sie immer zu erreichen, auch nachts und am Wochenende. Ihre Wohnung lag direkt über der Praxis. Man stand bei Notfällen gemeinsam nachts auf.
Relativ schnell kam dann der erste „Lehrling“ dazu. Ab 1. April verstärkte eine Auszubildende zur „Tierarzthelferin“ unsere Mannschaft. Das Berufsbild der Tierarzthelferin gab es aber damals noch gar nicht. Es gab in ganz Niedersachsen nur ein paar junge Mädchen, die die Aufgabe „Tieren in einer Tierarztpraxis zu helfen“ erfüllen und lernen wollten. So mussten die jungen Damen in einer Berufsschulklasse, die einem ähnlichen Berufsbild entsprach, ihren Unterricht absolvieren.

Die Kleintierklinik entwickelte sich sehr gut, sodass weitere Helferinnen ausgebildet werden sollten. Das führte jedoch zu Problemen und wurde zunächst von der Tierärztekammer abgelehnt. Inzwischen ist der Beruf der Tierarzthelferin längst mit eigenem Berufsbild anerkannt und nach erfolgreicher Ausbildung sind die jungen Menschen dann „Tierärztliche Fachangestellte“ (TFA).
Wenige Jahre nach der Eröffnung der Kleintierklinik wurde der erste Assistenz Tierarzt eingestellt.

Herr Dr. Vick erhielt wegen seiner Ausbildung und der Ausstattung seiner Klinik durch die Tierärztekammer bzw. durch das Land Niedersachsen die Erlaubnis und Befugnis zugesprochen, junge Tierärzte/innen zum „Fachtierarzt für Kleintiere“ weiterzubilden.
Auch die Anforderungen, die an eine Klinik gestellt werden müssen wurden eines Tages durch die Tierärztekammer festgelegt. So erfolgt alle fünf Jahre eine entsprechende Überprüfung und es wird jedes Mal neu eine offizielle Anerkennung ausgesprochen, sich weiterhin mit dem gesetzlich geschützten Titel „Tierärztliche Klinik für Kleintiere“ bezeichnen zu dürfen.
Im Jahre 1984 erfolgte die Verlegung der Klinik in die Gartenstrasse 12. Die Räume am Damm waren zu klein geworden, die Lärmbelästigung und vor allem auch die Parkplatzsituation machten den Umzug nötig. Die Klinik wurde erweitert, technisch modernisiert und auch personell aufgestockt. Der medizinische Fortschritt macht auch in der Kleintiermedizin nicht Halt und so wurden moderne Labor Analysegeräte und Doppler-Ultraschallgeräte, verschiedene Endoskope, neue digitale Röntgenanlagen und auch ein CT (Computer Tomograf) eingesetzt.

Die Tierärzte und das Fachpersonal bildet sich in vielen Seminaren und Kongressen ständig fort. Im Laufe der Jahre wurden zahlreiche Tagungen, auch mit internationaler Teilnahme, von Dr.Vick, der 18 Jahre lang der Präsident der DGK-DVG ( Deutsche Gesellschaft für Kleintiermedizin) war, in Oldenburg veranstaltet.
Im Jahre 2006 hat Dr. Vick sich als Inhaber der Kleintierklinik zurückgezogen und die Verantwortung in die Hände seines Sohnes Dr. Matthias Vick und des langjährigen Mitarbeiters Dr. Thorsten Kopp übergeben. Diese haben inzwischen den Betrieb sehr erfolgreich weitergeführt und ausgebaut. Dr. V. steht weiterhin für seine Patienten und für sein Spezialgebiet: Augen an einigen Tagen der Woche zur Verfügung und Frau Vick ist immer noch verantwortlich für den umfangreichen Geschäftsbereich.
Mittlerweile haben über 30 Assistenz Tierärzte ihre Aus- und Weiterbildung in der Klinik erhalten.

65 Tierarzthelferinnen/Tiermedizinische Fachangestellte wurden in unserer Klinik ausgebildet.
Gegenwärtig sind bei uns neun Tierärzte und fünfzehn Helferinnen beschäftigt. Wir haben eine Depandance Praxis in dem Stadtteil Donnerschwee.
Am 11. Januar wurde bei uns gefeiert und in einer kleinen Ansprache hat Dr. Vick allen Mitarbeitern, den jetzigen und den ehemaligen, gedankt für ihre Hilfe und das immer wieder festzustellende große Engagement für die gemeinsame Sache „ der Hilfe für unsere Patienten“.
Als ein Zeichen von besonderer Wertschätzung und sehr gutem Betriebsklima ist der Einsatz der Mitarbeiter bei der Ausgestaltung unseres kleinen 40 jährigen Jubiläums einzustufen. Mit großem Engagement wurden Girlanden und ein nicht zu übersehendes Transparent auf Initiative der Mitarbeiter vor der Klinik angebracht.
Wir freuen uns auf zunächst weitere 10 Jahre bis zum 50. Geburtstag!